Donnerstag, 7. September 2017

[Rezension] Ready Player One

Ready Player One | Ernest Cline | 372 Seiten

INHALT

In the year 2044, reality is an ugly place. The only time teenage Wade Watts really feels alive is when he's jacked into the virtual utopia known as the OASIS. Wade's devoted his life to studying the puzzles hidden within this world's digital confines, puzzles that are based on their creator's obsession with the pop culture of decades past and that promise massive power and fortune to whoever can unlock them. When Wade stumbles upon the first clue, he finds himself beset by players willing to kill to take this ultimate prize. The race is on, and if Wade's going to survive, he'll have to win—and confront the real world he's always been so desperate to escape.

Erster Satz

Everyone my age remembers where they were and what they were doing when they first heard about the contest.

Meine Meinung

Ready Player One lag mittlerweile schon seit einem Jahr auf meinem SuB. Keine Ahnung mit welcher Motivation ich es mir letztes Jahr gekauft habe und warum ich es dann doch nicht gelesen habe. Aber wer weiß das schon. So grundsätzlich bei Büchern. Immer. 

Warum ich es jetzt jedenfalls tatsächlich in die Hand genommen habe, war (mal wieder) das Wissen, dass es verfilmt wird/wurde. Warum müssen Bücher eigentlich immer verfilmt werden, damit ich sie lese? 

Rückblickend hätte ich definitiv nicht so lange warten müssen. Andererseits wäre vor einem Jahr vielleicht auch nicht der richtige Zeitpunkt gelesen und es hätte mir nicht so gut gefallen. Denn das hat es mir. Gut gefallen, meine ich. 

Ich habe zwar ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu finden—was hauptsächlich daran liegt, dass es am Anfang sehr viele Erklärung gibt. Die Erklärungen sind für den restlichen Verlauf aber sehr wichtig und es war auch nicht langweilig oder trocken, es waren einfach nur sehr viele Informationen und die konnte ich so schnell gar nicht alle aufnehmen. Zumindest am Anfang ist dieses Buch nämlich definitiv keins durch das man schnell durchfliegt. Das kommt dann erst zum Ende hin. 

Ich habe schon ziemlich lange keine Dystopie mehr gelesen, aber langsam würde ich behaupten, dass die Übersättigung zumindest bei mir vorbei ist. Hier hat endlich mal wieder das „verdammt, das könnte wirklich bald passieren“-Gefühl eingesetzt. Immerhin ist VR jetzt wirklich auf dem Vormarsch und ganz so weit wie hier sind wir technisch zwar noch nicht, aber es ist nicht mehr so weit wie 2011 als das Buch erschienen ist. Grundsätzlich fand ich die Sichtweise besonders auf Videospiele (wie wir sie jetzt kennen) sehr interessant. Ich bin zwar kein Hardcore-Gamer, aber die meisten Begriffe wie RPG, MMO usw. sind mir doch ein Begriff. 

Auch wie die Charaktere untereinander miteinander agiert haben, war total spannend. Immerhin haben sie sich auch nie im realen Leben gesehen und ich würde ihre Freundschaft nicht als weniger wichtig hinstellen als die in der realen Welt. Aber das ist sowieso so ein Thema über das man diskutieren kann. 

Das einzige „Negative“, auch wenn man es eigentlich echt nicht so nennen kann, ist zumindest für mich, dass ich mit 90 % der 80er-Anspielungen nichts anfangen konnte. Ich bin nun mal ein 90er und kein 80er-Kind und außer Star Wars und Pacman kenne ich einfach nicht viel aus der Unterhaltungsschiene der 80er. Ich glaube, dass es mir noch um einiges besser gefallen hätte, wenn ich das getan hätte, aber man kann nicht alles haben. 

Das ist aber definitiv kein Grund, um das Buch nicht zu lesen. Man muss das alles nicht wissen. Es trägt zwar zur Geschichte bei, aber man hat auch nicht das Gefühl, dass man etwas verpasst, wenn man manche Anspielungen nicht versteht.

Bewertung

Sonntag, 3. September 2017

[Life Update] Studium, Umzug, Gelesenes, neue Bücher und was mir sonst noch so einfällt

Hallöchen zusammen!

Wer schon von der Länge des Posttitels abgeschreckt ist, sollte wahrscheinlich gar nicht erst weiterlesen. Ich probiere heute nämlich mal was Neues aus (na ja, neu für meinen Blog, sonst nicht wirklich) und das könnte etwas länger dauern. Life Update-Posts habe ich schon an die tausend Mal gesehen, aber nie selbst gemacht (weil mein Leben einfach nicht so spannend ist). Da sich in den nächsten Monaten aber einiges für mich ändert, dachte ich, dass ein Versuch ja nicht schaden kann.  

Ein paar von euch haben ja mitbekommen, dass ich im Juni meine Ausbildung beendet habe. Darüber wie es danach weitergeht, habe ich aber noch nicht gesprochen. Momentan arbeite ich die zwei letzten Wochen in dem Unternehmen, in dem ich die Ausbildung gemacht habe (ich habe nach dem Abschluss einen 3-Monatsvertrag im Marketing bekommen) und dass da jetzt tatsächlich schon am 15.09. mein letzter Arbeitstag ist, kann ich noch nicht so richtig glauben.

Danach habe ich zum Glück aber gar nicht so viel Zeit, um über die ganzen lebensveränderten Dinge nachzudenken, denn einen Tag später geht es direkt weiter nach Griechenland, wo ich eine Woche Zeit zum Entspannen—und hoffentlich ganz viel Lesen—haben werde. Darauf freue ich mich unglaublich. Besonders, weil ich das Gefühl habe, dieses Jahr bisher nur gelernt und gearbeitet zu haben und langsam… reicht es mal.

Und wenn ich dann (hoffentlich komplett entspannt) nach Hause komme, geht es schon wieder daran meine sieben Sachen zusammenzupacken und diesmal endgültig gleich weiterzuziehen. Für viele ist ein Umzug wahrscheinlich keine große Sache (und ich freue mich auch total darüber), aber ich bin noch nie umgezogen (außer von einem Raum in unserem Haus in den anderen) und jetzt, wo alles langsam Form annimmt, ist es doch ein bisschen unheimlich.

Okay, denkt ihr euch vielleicht. Genug geschwafelt. Was heißt das jetzt? 

Das heißt, dass ich ab Oktober nach Rostock ziehe und dort Anglistik und Kommunikations- und Medienwissenschaften studieren werde. 

Seit ich klein bin, fahren wir jeden Sommer an die Ostsee und jetzt tatsächlich dort wohnen zu können, macht mich unglaublich glücklich. 

Kurz zusammengefasst war der August also voller gruseliger Erwachsenen-Entscheidungen und das hat mich echt Nerven gekostet, war der Grund, warum ich die zweite Hälfte des Monats kaum gelesen habe und schon wieder so weit mit Blogposts hinterherhänge, dass ich einfach drei Posts zusammenfasse. 

Natürlich überhaupt nicht damit, dass ich faul bin. Pah. 

So und nachdem wir das jetzt geklärt haben, können wir endlich mit den Büchern anfangen. Wie schon gesagt werde ich hier einfach die drei Posts, die ich sonst zum Ende eines jeden Monats schreibe (Neuzugänge, Rückblick und Leseplanung), zusammenfassen. 

New in 

Neue Bücher sind im August tatsächlich nur drei bei mir eingezogen und eins davon (Eliza and her Monsters) habe ich schon gelesen und für sehr, sehr gut befunden. Fast Connection habe ich mir bestellt, nachdem mir Strong Signal so gut gefallen hat und für Siege and Storm wird es langsam auch Zeit, weil ich das Grisha-Universum vermisse. 


Eliza and her Monsters - Francesca Zappia
Fast Connection - Megan Erickson & Santino Hassell
Siege and Storm - Leigh Bardugo

Lesestatistik August 2017

Lesetechnisch hat der August echt super angefangen. Ich habe The Gentleman’s Guide to Vice and Virtue beendet, zu einem weiteren New Adult- Buch (Der letzte erste Blick) gegriffen und danach Eliza and her Monsters in die Hand genommen. Alles in den ersten paar Tagen. Danach habe ich mit Ready Player One gestartet und dann hat das ganze Chaos mit der Uniplanung und Wohnungssuche angefangen und ich hatte überhaupt keinen Kopf mehr dafür. Erst zum Ende des Monats als sich langsam wieder alles eingependelt hat, habe ich dann die zweite Hälfte gelesen. Die dann aber auch gleich in einem Rutsch. Und dann… ihr werdet es nicht glauben, habe ich endlich Lady Midnight in die Hand genommen! Ja, ich habe auch ein bisschen daran gezweifelt, dass das noch passiert, aber jetzt plane ich wirklich fest nach Beenden des ersten Teils den zweiten hinterher zu schieben. 



1. The Gentleman's Guide to Vice and Virtue - Mackenzi Lee (5 von 5 Federn) [Rezension]
2. Der letzte erste Blick - Bianca Iosivoni (4 von 5 Federn) [Rezension]
3. Eliza and her Monsters - Francesca Zappia (5 von 5 Federn) [Rezension]
4. Ready Player One - Ernest Cline (4,5 von 5 Federn) [Rezension folgt]

Begonnen:


Lady Midnight - Cassandra Clare (162/698 Seiten)

Statistik

gelesene Bücher: 4
gekaufte Bücher: 3
SuB Anfang des Monats: 43
SuB Ende des Monats: 44
e-Sub: 20 (-)
angefangene Reihen: 18 (+1)
gelesene Seiten insgesamt: 1.751
gelesene Seiten pro Tag: 56,5
durchschnittliche Bewertung: 4,6

Highlights

  

Ausblick


Und sonst so?

Wie gesagt... im September sollte ich theoretisch ganz viel Zeit (und auch Ruhe) zum Lesen haben, aber wer weiß, wie sich das dann wirklich entwickelt.

Geplant ist bis hierher nichts. Na ja, nichts außer Lord of Shadows. Aber das ist ja mittlerweile fast selbstverständlich.

Vielleicht schreibe ich noch einen Post darüber, welche Bücher ich mit in den Urlaub nehmen werde, aber auch das seht ihr ja dann.

An dieser Stelle interessiert es mich aber eigentlich nur noch: Wie war euer August? Und was habt ihr für den September geplant? 

Sonntag, 20. August 2017

[Rezension] Eliza and her Monsters

Eliza and her Monsters | Francesca Zappia | 385 Seiten

INHALT

Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn - sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dylan ist genau die Art von Typ, von der Em sich unbedingt fernhalten wollte. Er sieht zu gut aus und ist viel zu nett - von den Streichen, die er Emery bei jeder sich bietenden Gelegenheit spielt mal abgesehen. Mit der Zeit kommen die beiden sich immer näher. Doch Emery ahnt nicht, dass Dylan etwas vor ihr verbirgt. Etwas, das ihre Welt erneut auf den Kopf stellen könnte...

Erster Satz

Eliza Mirk is the kind of name you give the creepy girl who clings to her ex-boyfriend for weeks after he's dumped her because she refuses to accept that he hates her guts.

Meine Meinung

Wieso habe ich diesen Monat schon zwei Bücher gelesen, bei denen es mir so unglaublich schwerfällt, eine Rezension zu schreiben? 

Und wenn es bei „The Gentleman’s Guide…“ schon schwergefallen ist, dann ist es hier noch viel schlimmer. Immerhin habe ich dabei nicht fast eine Stunde geheult. 

Und ja, ich bin bei Büchern (und Serien und Filmen und überhaupt) ziemlich nah am Wasser gebaut, aber das letzte Mal, dass das so ausgeartet ist, war im April als ich Clockwork Princess nochmal gelesen habe.  

Warum Elizas Geschichte mich mehr begeistert hat als TGGtVaV? Das ist eine gute Frage. Aber ich glaube, ich kenne die Antwort darauf und ich werde versuchen, sie zu erklären. 

Es gibt Bücher, bei denen weiß man von Anfang an, dass sie gut werden. Das war bei TGGtVaV zwar auch so, aber da war es nicht so, dass ich nicht wollte, dass es zu Ende ist. Dabei habe ich nicht ständig geguckt, wie viele Seiten ich noch zu lesen habe und mich geärgert, wenn wieder 50 Seiten dahingeflogen sind, ohne dass ich es bemerkt habe. Ich habe versucht, mir die Geschichte so gut wie möglich einzuteilen und das hat nur mehr oder weniger geklappt und zuerst fand ich das Buch einfach nur richtig interessant (wegen des Web-Comics) und süß und ich habe mich über die Internet-Appreciation gefreut, aber dann kamen plötzlich immer mehr Stellen, an denen ich dachte „oh, shit, das kommt mir bekannt vor“ und das ist bei mir immer ganz schlecht. 

Also einerseits ist es natürlich super und erst ging das auch eher in die Richtung „hey, sie hat zwei nervige Brüder, die im gleichen Alter sind wie mein nerviger Bruder“, aber dann ging es auch um ernstere Themen und irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem ich so viel auf mein eigenes Leben beziehen konnte, dass ich, als alles (mehr oder weniger) den Bach runtergegangen ist, einfach angefangen habe zu heulen. 

Wahrscheinlich war es gar nicht so schlimm und ich will auch niemanden abschrecken—ich will eigentlich eher das Gegenteil bewirken—aber ich fühle mich immer ein bisschen schlecht, wenn ich sage: oh mein Gott, ich liebe dieses Buch, es hat mich zum Weinen gebracht und DU MUSST ES LESEN!

Aber so ist es eben. Also wenn ihr darüber nachgedacht habt, das Buch vielleicht in die Hand zu nehmen, dann sage ich: macht das unbedingt!

Bewertung

Donnerstag, 17. August 2017

[Rezension] Der letzte erste Blick

Der letzte erste Blick | Bianca Iosivoni | 448 Seiten | Reihe #1

INHALT

Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn - sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dylan ist genau die Art von Typ, von der Em sich unbedingt fernhalten wollte. Er sieht zu gut aus und ist viel zu nett - von den Streichen, die er Emery bei jeder sich bietenden Gelegenheit spielt mal abgesehen. Mit der Zeit kommen die beiden sich immer näher. Doch Emery ahnt nicht, dass Dylan etwas vor ihr verbirgt. Etwas, das ihre Welt erneut auf den Kopf stellen könnte ... 

Erster Satz

»Es ist nicht gerade die feine Art, das erste Semester damit zu beginnen, jemandem die Nase zu brechen, Miss Lance.«

Meine Meinung

Der letzte erste Blick war auf meinem Radar das nächste Buch, das ich bei meinem inoffiziellen „Ich-habe-viel-zu-viele-NA-Bücher-auf-meinem-SuB“-Projekt lesen wollte. Meine Mutter liest momentan sehr viel in diesem Genre (und nichts anderes), weswegen sich bei mir eeeeiniges angesammelt hat. Letzten Monat hatte ich es schon geschafft, mit Him und Us zwei Bücher abzuarbeiten und das möchte ich jetzt fortführen.
Was mich am meisten überzeugt hat, das Buch zu lesen, war der erste Satz. Das Buch lag bei uns in der Küche und ich habe es aufgeschlagen, den ersten Satz gelesen und dachte: oh, ja, das muss ich unbedingt lesen. Mal davon abgesehen, dass ich sowieso schon länger ein Buch von Bianca Iosivoni lesen wollte. 
Und es hat auch wirklich Spaß gemacht. Ich habe mal wieder über die Hälfte in einem Stück gelesen, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Es war total lustig und süß und hat mich auch echt gut unterhalten. Nur leider konnte es sich meiner Meinung nicht so richtig von all den anderen NA-Büchern abheben. Klingt das doof? Ich weiß es nicht. Ich kann es irgendwie nicht besser beschreiben. 
Ich freue mich jetzt aber ziemlich auf den zweiten Teil und werde definitiv noch weitere Bücher von der Autorin lesen. Es liegt sogar auch noch eins auf dem NA-Stapel. 

Bewertung

Dienstag, 15. August 2017

[Rezension] The Gentleman's Guide to Vice and Virtue

The Gentleman's Guide to Vice and Virtue | Mackenzi Lee | 510 Seiten

INHALT

Henry “Monty” Montague was born and bred to be a gentleman, but he was never one to be tamed. The finest boarding schools in England and the constant disapproval of his father haven’t been able to curb any of his roguish passions—not for gambling halls, late nights spent with a bottle of spirits, or waking up in the arms of women or men.

But as Monty embarks on his Grand Tour of Europe, his quest for a life filled with pleasure and vice is in danger of coming to an end. Not only does his father expect him to take over the family’s estate upon his return, but Monty is also nursing an impossible crush on his best friend and traveling companion, Percy.

Still it isn’t in Monty’s nature to give up. Even with his younger sister, Felicity, in tow, he vows to make this yearlong escapade one last hedonistic hurrah and flirt with Percy from Paris to Rome. But when one of Monty’s reckless decisions turns their trip abroad into a harrowing manhunt that spans across Europe, it calls into question everything he knows, including his relationship with the boy he adores.

Erster Satz

On the morning we are to leave for our Grand Tour of the Continent, I wake in bed beside Percy.

Meine Meinung

The Gentleman’s Guide to Vice and Virtue ist momentan eins der gehyptesten Bücher auf dem Buchmarkt und natürlich hat dieser Hype auch mich gepackt, weswegen ich mir das Buch kurz nach dem Erscheinen gekauft habe.

Ich habe mich vorher (mal wieder) nicht so genau mit dem Inhalt beschäftigt und wusste nur, dass es im 17. Jahrhundert spielt und es irgendwie eine Liebesgeschichte zwischen dem Protagonisten und seinem besten Freund gibt und ehrlich gesagt, hat mir das eigentlich auch schon gereicht.
Genauso wie das erste Kapitel. Danach war mir klar, dass ich das Buch lieben werde. Und das habe ich auch. Und das hat so, so viele Gründe. Die jetzt perfekt in diese Rezension schreiben könnte, aber ich drücke mich mal wieder seit Tagen davor, weil es einfach so viel zu sagen gibt und ich nicht weiß, wo ich anfangen soll und ich irgendwie doch gar nicht so viel sagen kann, wenn ich nicht spoilern will. 

Im Folgenden versuche ich also mich auf Andeutungen zu beschränken und nicht zu viel zu verraten, aber wer absolut nicht und unter gar keinen Umständen auch nur irgendein Detail wissen will, sollte sich vielleicht überlegen, ob er weiterlesen möchte.
Als erstes kann ich aber wohl relativ unbesorgt sagen, wie sehr ich Monty mochte. Weil er nicht perfekt ist. Okay, er ist sogar sehr weit davon entfernt, perfekt zu sein. Wenn man möchte, kann man sogar sagen, dass er ein ziemliches Arschloch ist. Er ist eine Katastrophe und er trifft einen Haufen falscher Entscheidungen und ist am Anfang auch nicht besonders tapfer (was alles seine Gründe hat) und ich hätte nicht gedacht, dass ich tatsächlich gerne über so einen Charakter lese, aber das habe ich getan. 

Es war merkwürdig erfrischend und besonders gut fand ich, dass es einfach logisch war, dass er so reagiert. Er ist kein Kämpfer, also verhält er sich auch nicht so. Er hat Angst und ist mehr daran seine eigene Haut zu retten, was einfach ziemlich gut nachzuvollziehen ist. 
Etwas anderes kann ich über die anderen Charaktere aber auch nicht sagen. Percy mochte ich von Anfang an und Felicity ist definitiv eine meiner liebsten. Ich kann mich gar nicht entscheiden, wenn ich am liebsten mochte, aber das muss ich ja zum Glück auch nicht.
Ansonsten mochte ich das Setting oder die Handlung oder wie auch immer man das nennen möchte (die Tour durch Europa) einfach richtig toll. Finde ich grundsätzlich immer, weil ich im Gegensatz zu Büchern, die in Amerika spielen, meistens doch ein bisschen mehr über die Orte weiß. 
Ich habe schon lange kein Historical Fiction mehr gelesen, mache ich grundsätzlich auch einfach nicht oft, aber mir ist auch schon sehr lange kein Buch mehr aus diesem Genre begegnet, dass mir so viel Spaß gemacht hat. Ich habe den Humor geliebt und es war einfach grundsätzlich sehr unterhaltsam. 

Was aber definitiv eins meiner absoluten Highlights war, war die Diversität. Und besonders die dann mit den Ansichten des 17. Jahrhunderts zusammentreffen zu sehen. Ich weiß zwar nicht, ob das alles historisch so 100% korrekt ist, aber darum soll es ja auch gar nicht gehen. Es ist einfach ein richtig tolles Buch, das ich definitiv nicht das letzte Mal gelesen habe und der Hype ist absolut berechtigt und ich bin sehr froh, dass es jetzt gelesen in meinem Regal steht (und ich es jederzeit wieder herausnehmen kann).

Bewertung

Dienstag, 8. August 2017

[Rezension] The Obsession

The Obsession | Nora Roberts | 453 Seiten

INHALT

“She stood in the deep, dark woods, breath shallow and cold prickling over her skin despite the hot, heavy air. She took a step back, then two, as the urge to run fell over her.” 

Naomi Bowes lost her innocence the night she followed her father into the woods. In freeing the girl trapped in the root cellar, Naomi revealed the horrible extent of her father’s crimes and made him infamous. No matter how close she gets to happiness, she can’t outrun the sins of Thomas David Bowes.

Now a successful photographer living under the name Naomi Carson, she has found a place that calls to her, a rambling old house in need of repair, thousands of miles away from everything she’s ever known. Naomi wants to embrace the solitude, but the kindly residents of Sunrise Cove keep forcing her to open up—especially the determined Xander Keaton. 

Naomi can feel her defenses failing, and knows that the connection her new life offers is something she’s always secretly craved. But the sins of her father can become an obsession, and, as she’s learned time and again, her past is never more than a nightmare away.

Erster Satz

She didn't know what woke her, and no matter how many times she relived that night, no matter where the nightmare chased her, she never would. 

Meine Meinung

Vor diesem hier habe ich noch nie ein Buch von Nora Roberts gelesen. Eigentlich hatte ich das auch nie wirklich vor, aber die Beschreibung klang so spannend und eine YouTuberin hat vom ersten, gruseligen Kapitel erzählt und das mich so schockiert hat, das ich das Buch natürlich sofort bestellt habe.

Der Anfang hat mir wie erwartet auch total gut. Das erste Kapitel war wirklich furchtbar gruselig und hat mich gleichzeitig schwer beeindruckt. Danach hat man Naomi, unsere Protagonistin, in einer relativ kurzen Zusammenfassung (so 60-70 Seiten) während ihrer Jugend begleitet und erst danach hat die "richtige" Handlung in der Jetztzeit angefangen.

Und bei der muss ich sagen... ich hatte ein bisschen mehr Mystery und ein bisschen weniger Romance erwartet. Trotz Romantic Suspense. Trotz Nora Roberts. Ich meine das erste Kapitel hat ja bewiesen, dass sie wirklich, wirklich gruselige Szenen schreiben kann, aber die Haupthandlung, ich weiß nicht.

Einerseits hat es mir echt gut gefallen. Zum Beispiel geht es einen großen Teil darum ein altes Haus zu renovieren, was total Spaß gemacht hat und um Fotografie, weil Naomi so ihr Geld verdient. Andererseits ist aber auch über lange Zeit nicht so viel passiert. Zumindest nichts wirklich Spannendes, was in die Thrillerrichtung geht.

Zwischendurch hatte ich noch gedacht, dass man die Charaktere erst so richtig in Herz schließen soll, bevor ihn schlimme Dinge passieren, aber der Showdown am Ende hat mich auch nicht so hundertprozentig überzeugen können (Spoiler: z.B. fand ich es etwas unrealistisch, dass der Typ, der so viele Frauen umgebracht hat und nie erwischt wurde, so unbedacht dabei umgegangen ist, Naomi zu entführen oder anzugreifen oder was auch immer).

Insgesamt hat mir das Buch zwar gut gefallen, besonders der sehr starke Start, aber der Rest hat mich danach dann nur enttäuscht, weil es irgendwie nicht so richtig das war, was ich erwartet oder mir erhofft hatte.

Bewertung

Sonntag, 6. August 2017

[Rezension] Us - Du und ich für immer

Us: Du und ich für immer | Sarina Bowen & Elle Kennedy | Reihe #2 | 352 Seiten

INHALT

Ryans und Jamies gemeinsames Glück droht wie eine Seifenblase zu zerplatzen, als Ryans Teamkollege in das Appartment über ihnen einzieht. Denn jetzt könnte das auffliegen, was die beiden seit Monaten mit aller Macht geheimzuhalten versuchen - dass sie ein Paar und bis über beide Ohren ineinander verliebt sind. Denn eins ist sicher: Wenn die Medien erfahren, dass Ryan Wesley - aufstrebender Star der Eishockey-Oberliga und Liebling der Fans - schwul ist, wird seine Karriere schneller vorbei sein, als er "Puck" auch nur sagen kann ...

Erster Satz

Vancouver ist eine schöne Stadt, aber ich kann es kaum erwarten, sie zu verlassen.

Meine Meinung

Ich muss zugeben, dass ich nicht so richtig begeistert davon war, dass Jamie und Wes‘ Geschichte einen zweiten Teil bekommt. Denn leider sind zweite Teile viel zu oft nur voll unnötigem Drama und darauf hatte ich keine große Lust. 

Ich bin sehr froh, dass ich mit diesem Gedanken absolut falsch lag. 

Vielleicht wäre ein zweiter Teil nicht unbedingt nötig gewesen, aber er hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass man einen Einblick in die Zukunft der Charaktere, die man normalerweise nach dem Happy End ja nicht bekommt, und dann bemerkt, dass im Alltagsstress vielleicht doch nicht alles so toll ist wie man es erwartet hat. 

Und dabei ging es nicht nur um die Beziehung der beiden, sondern auch darum, sich in seinem ersten richtigen Job zurechtzufinden und herauszufinden, was das richtige für einen ist und all diese anderen gruseligen Dinge. Damit konnte ich mich zeitweise auch sehr gut identifizieren. Es war einfach sehr realistisch und nicht mehr so locker leicht wie der erste Teil. 

Was auch gut war. Es ist eben nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Jetzt freue ich mich jedoch umso mehr auf den dritten Teil (Spoiler: Darin geht es um Jess (Jamies Schwester) und Blake (Wes‘ Teamkollegen) und natürlich die Hochzeit). Der wurde zwar noch nicht so richtig angekündigt, aber ich habe schon ein bisschen darüber gelesen und sitze jetzt hier und warte. Geduldig. Oder auch nicht. 

Bewertung

Freitag, 4. August 2017

[Rezension] On the Fence

On the Fence | Kasie West | 296 Seiten

INHALT

For sixteen-year-old Charlotte Reynolds, aka Charlie, being raised by a single dad and three older brothers has its perks. She can outrun, outscore, and outwit every boy she knows—including her longtime neighbor and honorary fourth brother, Braden. But when it comes to being a girl, Charlie doesn't know the first thing about anything. So when she starts working at chichi boutique to pay off a speeding ticket, she finds herself in a strange new world of makeup, lacy skirts, and BeDazzlers. Even stranger, she's spending time with a boy who has never seen her tear it up in a pickup game.

To cope with the stress of faking her way through this new reality, Charlie seeks late-night refuge in her backyard, talking out her problems with Braden by the fence that separates them. But their Fence Chats can't solve Charlie's biggest problem: she's falling for Braden. Hard. She knows what it means to go for the win, but if spilling her secret means losing him for good, the stakes just got too high.

Erster Satz

The engine whined against my attempt to go faster.

Meine Meinung

On the Fence ist das zweite Buch von Kasie West, das ich in einem Rutsch gelesen habe—und es würde mich nicht wundern, wenn das jetzt bei den anderen Büchern genauso sein wird. Ihr letztes Buch The Distance Between Us mochte ich sehr. Was hauptsächlich daran lag, dass mir die Protagonistin mit ihrem Sarkasmus so sympathisch war.
Hier hat es leider ein bisschen länger gedauert, bis ich mich mit der Protagonistin angefreundet hatte. Ich meine, ich habe die Grundproblematik verstanden. Sie ist erst 16 und mit 16 war ich auch unsicher, was Kleidung und Make-Up und so weiter anging und ich musste mir auch erst selbst beibringen, dass es darum geht, was ich mag und nicht, was anderen gefällt, aber leider ist mir diese Message hier ein bisschen verloren gegangen.
Genauso wie die Tatsache, dass man sich nicht verstellen sollte, um von anderen gemocht zu werden (männlich oder weiblich, fester Freund oder Freundin oder was auch immer) und das wurde zwar auch teilweise thematisiert, aber nicht so sehr wie ich es mir gewünscht hätte.
Ansonsten hat mir die Familiendynamik aber sehr gut gefallen. Ich habe zwar nur einen Bruder und zwei Cousins, die aber eigentlich auch eher wie Brüder sind (und die sind alle jünger als ich), aber mit diesem Teil der Geschichte konnte ich mich sehr gut identifizieren.
Ich mochte auch die Zaungespräche mit Braden, aber auch bei ihm hat es ein bisschen gedauert bis ich mit ihm warm geworden bin.
Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, aber auch nicht viel mehr als das. Sie ist nett für zwischendurch und hat mich für ein paar Stunden gut unterhalten, aber nicht wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

Bewertung

Mittwoch, 2. August 2017

[Lesestatistik] Juli 2017

Hallöchen ihr Lieben!
Der Pride-Month war zwar im Juni, aber nachdem die Ehe für alle jetzt (endlich!) beschlossene Sache ist, wurde ich irgendwie von der Begeisterung mitgerissen und habe (zumindest büchertechnisch) meinen eigenen kleinen Pride-Month gestartet (wenn man das denn so nennen kann). 

Das erste Buch, das auf der Liste abgehakt werden musste, war Simon vs the Homo Sapiens Agenda, weil ich das einfach schon viel zu lange lesen wollte und es war wie erwartet wirklich super! 

Aber auch alle anderen Bücher haben mir unglaublich gut gefallen. Der Lesemonat Juli war damit also um einiges besser als der Juni, dafür war ich lesetechnisch aber auch entspannter. Viele der Bücher waren so gut, dass ich sie innerhalb von 1-2 Tagen gelesen habe und das spricht eigentlich schon für sich. 

Das einzige, was ich jedoch immer noch nicht geschafft habe, ist, Lord of Shadows (und vorher Lady Midnight) zu lesen. Vielleicht war mein Shadowhunter Reread doch der Overkill und jetzt brauche ich erstmal eine Pause. Oder ich prokrastiniere. Mal wieder. Und habe Angst, dass ich mich in einen heulenden Haufen zwischen Kissen und Decken in meinem Bett verwandle. 
Wir werden sehen, was der August so bringt. Zuerst möchte ich auf jeden Fall The Gentleman's Guide... beenden. Danach werden wir dann mal sehen. 

 
 

1. Simon vs the Homo Sapiens Agenda - Becky Albertalli (4,5 von 5 Federn) [Rezension]
2. Our Dark Duet - Victoria Schwab (5 von 5 Federn) [Rezension]
3. Him: Mit ihm allein - Sarina Bowen & Elle Kennedy (4,5 von 5 Federn) [Rezension]
4. Strong Signal - Megan Erickson & Santino Hassell (5 von 5 Federn) [Rezension]
5. On the Fence - Kasie West (3,5 von 5 Federn) [Rezension folgt]
6. Us: Du und ich für immer - Sarina Bowen & Elle Kennedy (4 von 5 Federn) [Rezension folgt]
7. The Obsession - Nora Roberts (4 von 5 Federn) [Rezension folgt]

Begonnen: 

 

The Gentleman's Guide to Vice and Virtue - Mackenzi Lee (117/501)


Statistik

gelesene Bücher: 7
gekaufte Bücher: 2
SuB Anfang des Monats: 47
SuB Ende des Monats: 43
e-Sub: 20 (-)
angefangene Reihen: 17 (-1)
gelesene Seiten insgesamt: 2.658
gelesene Seiten pro Tag: 86
durchschnittliche Bewertung: 4,4

Highlights


Lowlight

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Montag, 31. Juli 2017

[New in] Juli 2017

Hey ihr Lieben!
Ich hänge mal wieder mit Blogposts hinterher und deswegen ist das hier gerade schon der dritte, den ich in den letzten Stunden geschrieben habe und ich glaube danach reicht es erstmal. 
Warum kommt das Ende des Monats eigentlich immer so plötzlich?
Nachdem meine Bücherkäufe letzten Monat ja etwas überhand genommen habe, habe ich mich diesen Monat zusammengerissen und nur zwei Bücher gekauft!
The Obsession lese ich sogar gerade und obwohl es eher ein Spontankauf war, gefällt es mir bisher ziemlich gut. Es ist gerade erst auf Deutsch erschienen und so bin ich darauf aufmerksam geworden, aber ich wollte es natürlich auf Englisch lesen.
Und zu The Gentleman's Guide to Vice and Virtue muss ich wohl nichts mehr sagen. Alle lesen es, alle lieben es und ich bin so gespannt! 


The Obsession - Nora Roberts
The Gentleman's Guide to Vice and Virtue - Mackenzi Lee

Samstag, 29. Juli 2017

[Rezension] Strong Signal

Strong Signal | Megan Erickson & Santino Hassell | 210 Seiten | Reihe #1

INHALT

I was counting down the months until the end of my deployment. My days were spent working on military vehicles, and I spent my nights playing video games that would distract me until I could leave Staff Sergeant Garrett Reid behind. That was when I met him: Kai Bannon, a fellow gamer with a famous stream channel. I never expected to become fixated on someone who'd initially been a rival. And I'd never expected someone who oozed charm to notice me—a guy known for his brutal honesty and scowl. I hadn't planned for our online friendship to turn into something that kept me up at night—hours of chatting evolving into filthy webcam sessions. But it did. And now I can't stop thinking about him. In my mind, our real life meeting is perfect. We kiss, we fall into bed, and it's love at first sight. Except, like most things in my life, it doesn't go as planned. 

Erster Satz

There's only one thief on the Army, and everyone else is just trying to get their shit back.

Meine Meinung

Uff, ich hänge so hinterher mit meinen Rezensionen und Blogposts, weil ich es nicht mehr gewöhnt bin, so viele Bücher in so kurzer Zeit zu lesen und ich habe darüber nachgedacht, einen Sammelpost mit Kurzrezensionen zu machen, aber dann dachte ich: Nein! Strong Signal braucht eine eigene Rezension. Es war einfach so gut. 

Ich glaube nicht, dass dieses Buch besonders bekannt ist. Ich habe es jedenfalls bisher nur auf goodreads gesehen. Da habe ich jedoch nur Gutes und sogar sehr Gutes gehört, weswegen ich es mir irgendwann einfach bestellt habe. Daraufhin lag es dann mal wieder ein paar Monate herum, aber diesen Monat habe ich es endlich in die Hand genommen und konnte es dann auch gar nicht mehr weglegen.

Was mich von Anfang an an dieser Geschichte so fasziniert hat, ist, dass sich die Beziehung der beiden Hauptcharaktere die Hälfte des Buches nur online abgespielt hat. Ich habe noch nicht viele Bücher in diese Richtung gelesen, weshalb ich mich umso mehr darüber freue, dass ich die Reihe jetzt für mich entdeckt habe. Gewisse Social Media-Seiten spielen inzwischen in Büchern zwar eine immer größere Rolle, aber meistens bilden sie nicht die Grundlage für eine Beziehung.

Ich, als „Internetmensch“ (ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen soll, aber auch in meinem Leben gab es eine Zeit, in der ich mehr Zeit im Internet als mit richtigen Menschen verbracht habe), habe sofort gemerkt, dass dieses Buch von anderen „Internetmenschen“ geschrieben wurde. Ich habe mich in einigen Punkten (sowohl positiv als auch negativ) sofort wiedergefunden und in manchen Momenten hat es mir sogar ein bisschen Angst gemacht, wie nah alles an der Realität ist. Wie unheimlich es sein kann, wenn man eine Internetberühmtheit ist. (Nicht, dass ich da aus Erfahrung spreche, aber ich gucke selbst genug YouTuber und Twitch ist mir auch nicht fremd, weswegen ich mir das durchaus vorstellen kann.)

Das einzige, was ich zu meckern habe, ist, dass das Buch nur etwas mehr als 200 Seiten hat und ich nicht wollte, dass es zu Ende ist. Ich wollte mehr von Garrett und Kai, obwohl die Geschichte auch so natürlich komplett abgeschlossen war und definitiv nichts gefehlt hat, aber das hält mich ja nicht davon ab, das Buch nochmal zu lesen oder erstmal die anderen Teile zu bestellen. 

Bewertung

Dienstag, 25. Juli 2017

[Rezension] Him - Mit ihm allein

Him - Mit ihm allein | Sarina Bowen und Elle Kennedy | Reihe #1 | 384 Seiten

INHALT

Jamie und Ryan waren beste Freunde. Die Sommer, die sie gemeinsam im Eishockey-Trainingscamp verbracht haben, waren die besten ihres Lebens. Nun stehen sie sich nach vier Jahren Funkstille plötzlich wieder gegenüber. Schon damals war Ryan klar, dass er schwul ist. Er war Hals über Kopf verliebt in Jamie. Die alten Gefühle sind sofort wieder da, viel stärker, intensiver ... schmerzhafter. Denn Jamie steht nach wie vor auf Frauen. Und was noch viel schlimmer ist: Er hat Ryan nie verziehen, dass er nach ihrer gemeinsamen Nacht den Kontakt zu ihm abgebrochen hat...

Erster Satz

Die Schlange im Café ist ziemlich lang, aber ich weiß, dass ich es trotzdem rechtzeitig zur Eissporthalle schaffen werde.

Meine Meinung

Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch. Nachdem ich die Off Campus-Reihe von Elle Kennedy beendet habe, wollte ich als nächstes unbedingt diese Reihe lesen. Zu dem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass es tatsächlich eine zusammengehörige Reihe ist, aber ich bin gerade dabei den zweiten Teil zu lesen und wie auch immer. Ich war gespannt, weil ich eigentlich ein Menge Gutes gehört habe und ich nach Simon vs the Homo Sapiens Agenda irgendwie Lust auf M/M Romance mit ein bisschen mehr Sexytime hatte. 
Und es war sehr viel mehr Sexytime, aber das ist okay. Das sind wir von Elle Kennedy ja auch nicht anders gewöhnt. Es war sogar mehr als okay, denn eine Szene (für alle, die es gelesen haben, die Rückblickszene) war sogar eine der sexiesten Szenen, die ich in einer langen Zeit gelesen habe. 
Besonders der Anfang hat mich total in seinen Bann gezogen. Die erste Hälfte habe ich in einem Rutsch gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Ich bin mal wieder viel zu lange aufgeblieben und habe am nächsten Tag bei der Arbeit die ganze Zeit darauf gewartet, dass ich endlich wieder nach Hause fahren und das Buch zu Ende lesen kann. 
Und Jamie und Wes sind toll. Einzeln. Aber besonders zusammen. Mit ihrer Art und ihrem Humor und ihren Problemen und allem anderen. 
Ich mochte das Sommercamp-Setting total und dass Vergangenheit und Gegenwart so direkt aufeinandergetroffen sind und so irgendwie Reaktion einfach unerlässlich war. Außerdem mag ich Geschichten, wo die beiden Charaktere bereits eine gemeinsame Vergangenheit haben immer besonders gerne. 
Keine Ahnung, wieso. 
Das Buch hat mich also positiv überrascht. Noch ein Buch diesen Monat, das mir absolut gut gefallen hat. Und ich bin beim zweiten Teil zwar gerade erst auf den ersten 100 Seiten, aber ich bin ziemlich sicher, dass ich das da genauso sagen kann. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte der beiden ausgeht.

Bewertung

Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Our Dark Duet

Our Dark Duet | Victoria Schwab | 510 Seiten | Reihe #2

INHALT

THE WORLD IS BREAKING. AND SO ARE THEY.

KATE HARKER isn't afraid of monsters. She hunts them. And she's good at it.

AUGUST FLYNN once yearned to be human. He has a part to play. And he will play it, no matter the cost.

THE WAR HAS BEGUN.

THE MONSTERS ARE WINNING.

Kate will have to return to Verity. August will have to let her back in. And a new monster is waiting—one that feeds on chaos and brings out its victims' inner demons.

Which will be harder to conquer: the monsters they face, or the monsters within?

Erster Satz

Out in the Waste stood a home, abandoned.

Meine Meinung

Warum ist es so schwer eine Rezension zu einem Victoria Schwab-Buch zu schreiben? Warum ist es so schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt ein Victoria Schwab-Buch zu lesen?

Ich weiß es nicht, aber ich werde versuchen, zu erklären, warum diese Dilogie einfach wahnsinnig gut ist.

Als ich This Savage Song Ende 2016 zum ersten Mal gelesen habe, mochte ich die Geschichte. Mochte sie sogar sehr, aber sie hat mich nicht auf die gleiche Art und Weise berührt, wie sie es beim zweiten Lesen getan hat. Vielleicht war vor einem halben Jahr einfach nicht der richtige Zeitpunkt, aber diesmal war er es.

Es ist so düster. Düster wie alle ihre Bücher. Aber düsterer als die meisten Jugendbücher. Und ich liebe das. Ich liebe es, dass man nicht weiß, was als nächstes passiert und kein Charakter sicher ist. (Es führt einen auch manchmal an den Rand der Verzweiflung, aber das ist okay.)

Man könnte das Lesen von Victorias Bücher auch als Folter bezeichnen.

Im positiven Sinne. Irgendwie.

Dann ist da der Schreibstil, den ich beim ersten Lesen nicht genug wertgeschätzt habe. Beim Reread aber schon. Genauso wie beim zweiten Teil. Ich habe mir für Our Dark Duet die Zeit genommen, die es verdient hat und förmlich jedes Wort, jeden Buchstaben in mich aufgesogen und versucht nicht zu meiner schlechten Angewohnheit überzugehen und Abschnitte zu überspringen, weil es einfach so spannend ist und es mir nicht schnell genug geht.

Das hat funktioniert. Na ja, teilweise. Ich denke, dass mir das zu 100 % erst beim zweiten Lesen gelingt, aber ich habe mein Bestes gegeben.

Und als letztes und am wichtigsten sind dann noch Kate und August. Ich liebe Kate und August. In TSS habe ich erst mehr mit August mitgefiebert und das hat sich im Laufe des Buches geändert. In ODD erst mehr mit Kate, aber dann war es hier genauso. Am Ende spielt das aber alles keine Rolle. Ich liebe Kate und August. Ich liebe, dass sie nicht perfekt sind. Dass sie Fehler machen. Dass sie nicht alles wissen. Dass sie einfach echt sind.

Das einzige, was mir nicht gefallen hat, war, dass so viele Fragen offen geblieben sind. Ich will die Welt noch nicht verlassen. Ich will noch so viel wissen. Über Henry und Soro und Riley und die anderen Städte und wie es weitergeht und überhaupt.

Auch, wenn ich bezweifle, dass wir das bekommen. Na ja, dass ich die Reihe empfehlen kann, brauche ich wohl nicht mehr sagen. Also nur noch eins: macht euch auf ein gebrochenes Herz gefasst.

Bewertung
 
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